CYCLOP Ferienfahrt – Sachberichte

24 Teilnehmer (TN) im Alter von 14-18 Jahren fuhren gemeinsam mit einem erfahrenen Team von vier Dozenten aus verschiedenen kreativen Fachbereichen und zwei pädagogischen Betreuern für eine Woche ins Haus „arton“, an den Werbellinsee in Brandenburg.

Kreatives Schaffen

Mit seiner Vielfalt von Räumlichkeiten eröffnete das Haus „arton“ allen Beteiligten die Möglichkeit, auf neue Art und Weise die Wirkung und das Zusammenspiel von Geräuschen, Tönen und Bewegung, sowie das künstlerische kreative Schaffen kennenzulernen und zu erleben. Verschiedene Instrumente wie Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Percussioninstrumente standen ihnen hierfür zur freien Verfügung. Sie konnten sich ausprobieren oder bereits vorhandene Fertigkeiten und Fähigkeiten vertiefen.

Ziel

Das Ziel des Projektes war es, den Teilnehmern die vielfältigen Möglichkeiten eines kreativen Ausdrucks aufzuzeigen und sie in ihren Ideen zu unterstützen. Sie konnten sich mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln wie Computern oder Synthesizern spielerisch herantasten und ihre eigens komponierten Songs aufnehmen. In einer Siebdruckwerkstatt konnten sie Layouts und Cover entwickeln und erarbeiten. Dabei erlebten sie das Zusammenspiel aller einzelnen Mitglieder. Jeder wählte eine eigene Aufgabe und Schwerpunkt für sich und trug somit einen wichtigen Baustein für ein gemeinsames Produkt bei. Durch die Vernetzung der einzelnen Inhalte konnten den TN die Zusammenhänge und Abhängigkeiten nah gebracht werden. Dies trug zu einem Gemeinschaftsgefühl aller Teilnehmer bei.

Kommunikation & Reflektion

Das Camp strukturierte sich über verschieden Angebote, welche von Dozenten durchgeführt wurde. Die TN lernten die Abläufe und Situationen in den Workshops zu reflektieren, konstruktives Feedback zu geben und anzunehmen. Persönliche Themen und darin entstehende Konflikte wurden gemeinsam besprochen und Lösungen erarbeitet.

Eine besondere Situation im Camp stellte die Teilnahme zweier Afghanistan Flüchtlinge dar, die in Deutschland Asyl bekamen. Es war für alle TN höchst interessant und vor allem bewegend ihre Geschichten direkt zu erfahren.

Das Improvisieren an einzelnen Instrumenten war ebenfalls Inhalt der Campwoche. Die TN lernten dabei gemeinsam zu kommunizieren und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Jeden Abend gab es ein gemeinsames Treffen mit allen Gruppenmitgliedern, bei dem sie sich über ihre erarbeiteten Produkte austauschten.

 Kreative Berufsfelder

Die Inhalte der einzelnen Kurse wurden flexibel gehandhabt, damit möglichst alle TN auch an vielen Angeboten teilnehmen konnten. Durch das flexible und bunte Angebot erhielten die TN einen Eindruck, welche Berufe es im kreativen Bereich gibt.

Das Erleben von Musik förderte die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer und hat positive Auswirkungen auf ihre auditive Wahrnehmung, ihr Gemeinschaftsgefühl und deren Konzentration. Und vor allem – sie vermittelt Freude!

 

Die Workshop-Angebote

1. Klangerfahrung und Anwendung von Alltagsgegenständen zur Klangerzeugung:

Die TN entdeckten in der Woche durch Experimentieren mit unterschiedlichen Alltagsgegenständen Soundkulissen zu entwickeln. Auch wurden in der Woche vier Cajons selbst gebaut, die jetzt zwei Jugendeinrichtungen in Marzahn und Lichtenberg in Berlin zur Verfügung stehen.

 

2. Songwriting/ Singen/ Rap:

Die TN erlernten Methoden die man nutzen kann, um ein Text, einen Rhythmus und eine Melodie zu schreiben.

Sie beschäftigten sich intensiv mit Gedanken und Gefühlen und lernten diese in Worte und Töne zu fassen. Zudem gab es Grundlagen in Gesangsunterricht.

Sie lernen im Team zu arbeiten, eigene Ziele zu setzen und die Gruppe selbst aktiv anzuleiten. Die Jugendlichen sollen eine neue Art der Konfliktbewältigung durch Songwriting und dem Austausch mit anderen kennenlernen.

 

3. Elektronische Klangerzeugung / Beat-Entwicklung:

Ein anderer Weg der Klangerzeugung wurde den TN mit Hilfe von Technik und elektronischen Instrumenten aufgezeigt.

Hierbei lernten sie die einzelnen Komponenten der Studio- und Aufnahmetechnik kennen und diese zu nutzen.

 

5. Foto/ Dokumentation:

Die TN dokumentierten ihr kreatives Schaffen selbst. Dabei lernten sie den Umgang mit den Medien Film und Foto. Es wurde dabei vermittelt welchen Möglichkeiten die jeweiligen Medien bieten, um sich selbst darzustellen oder andere kreative Prozesse zu unterstützen.

Dabei erlernten die Teilnehmer das Bearbeiten von Ton- und Bildspuren.

 

6. Pop-Art Workshop

Die TN bekamen die Möglichkeit und Unterstützung eine eigene Bildsprache zu finden und ein für sie passendes Medium zu gestalten. Das beinhaltet zum einen die grafische Gestaltung eines eigenen Logos und zum anderen die praktische Umsetzung mittels Siebdruck auf textilen Flächen. So entstanden ein Logo für die Band und eines für ein CD Cover. In der Siebdruckwerkstatt wurden eigene T-Shirts und Beutel kreiert.

 

Das Projekt Cyclop wird unterstützt durch:

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